Immanuel Kant sagte einmal „Es ist nichts beständig als die Unbeständigkeit“ und diese Aussage trifft leider auch auf die Standorte der Leeraner Relais zu.

Nachdem die DFMG in ersten Gesprächen mit dem VFDB hat durchblicken lassen, daß die Mitbenutzung von Relaisstandorten auf Fernmeldetürmen der DFMG künftig nur unter neuen Konditionen möglich ist, haben die sich daraus ergebenen harten und langwierigen Verhandlungen in der Folge Notwendigkeiten ergeben, die auch die Leeraner Relais auf dem Fernmeldeturm in Nüttermoor betrafen. Konzerninterne Untersuchungen der Telekom hatten bei der Turmbetreibergesellschaft DFMG höhere finanzielle Forderungen für Amateurfunkstandorte bezogen auf kommerzielle Nutzer in Form von geänderten Randbedingungen für Fläche, Antennenanzahl und -größe sowie Stromkosten ausgelöst. Allein die ab Neujahr 2018 geltende Nutzungsgebühr von 380 €/Jahr (incl. Miete/Strom) haben es angesichts der knappen finanziellen Ressourcen unseres Ortsverbandes notwendig erscheinen lassen, den Standort Leer-Nüttermoor wieder aufzugeben.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG war in diesem Zusammenhang gerne bereit, dem VFDB OV Leer (Z31) Platz auf dem Dach ihres Futtermittelwerkes in Leer zur Verfügung zu stellen. Und nicht nur das: Als Eigentümer eines seit langem nicht mehr genutzten Outdoor Technik Shelters der Firma Star One, einer der führenden Anbieter von Breitbandservices in Europa, welche ihr Engagement in Leer Anfang 2002 aufgegeben hatte, wurden der Shelter und einige Antennenträger dem VFDB OV Leer (Z31) zur weiteren Nutzung überlassen. In diesem Zusammenhang nochmals herzlichen Dank für diese selbstlose Geste.

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Nun sind auf den zurückgelassenen Antennenträgern die Antennen für Hamnet und 70cm montiert; der Technikschrank beherbergt jetzt u.a. das 70cm-Multi-Mode Relais, APRS-Digipeater und den HAMNET-Router mit Parabolantenne zum ca. 2 km entfernten Wasserturm.

Hinsichtlich des 70cm-Multi-Mode-Relais ist jetzt natürlich aufgrund der geringeren Höhe von ca. 41 m und einer Abschattung nach Norden eine Einschränkung des Versorgungsgebietes zu verzeichnen. Dieses Manko soll jedoch in der nächsten Zeit durch Antennenverlagerung auf einen anderen unbeeinflussten Standort auf dem Agravis-Dach beseitigt werden. Positiv ist jedenfalls zu vermelden, daß auf diesem neuen Standort keine aufwändige Sperrfilterbank eingesetzt werden muß um störende Rundfunksender und deren Mischprodukte von der Eingabe des Repeaters fernzuhalten.

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