Fieldday und Sommerfest des OV Leer (Z31)

Der Ortsverband Z31 ist bekannt dafür auch mal etwas Neues auszuprobieren. So kam in diesem Jahr der Vorschlag aus dem Kreis der Mitglieder doch mal einen Fieldday zu veranstalten. Dazu die Idee, den Fieldday mit dem jährlichen Sommerfest zu verbinden. Das Ergebnis war eine gelungene Veranstaltung am Samstag, den 28. Juli. Morgens um 8 Uhr trafen sich die ersten OMs, um mit dem Aufbau zu beginnen. Dabei wurden insgesamt drei Kurzwellenstationen installiert, an denen in CW, SSB und in verschiedenen Digitalmodes Betrieb gemacht wurde. Auch das Antennen-Equipment konnte sich sehen lassen. Unter unserem Clubstationsrufzeichen DK0LR/p wurde der Sonder-DOK 1FDZ31 verteilt. Dieser Sonder-DOK ist aus Anlass der Aktivierung des Naturschutz-Gebietes Unterems vergeben worden. Besonders aktiv war Uwe, DL2YAK, der am Nachmittag mit unserer Clubstation an einem Contest teilnahm und mehrere hundert Funkverbindungen erreichte.  

Im Lauf des Vormittages trafen eine Reihe von OV Mitgliedern und Gästen ein. Unter anderem konnten wir den Vorsitzenden der Abteilung Stadskanaal des Niederländischen Amateurfunkverbandes VERON, Jan, PA3FXB, den OVV des OV IO7, Albrecht, DK3NE und den BVV des Bezirksverbandes Niedersachsen, Axel, DG6YDY, begrüßen.

Nach einem schönen gemeinsamen Frühstück ging es weiter im Programm. Neben dem Funkbetrieb wurden auch einige Vorträge gehalten. Jannes berichtete ausführlich und mit vielen Bildern über die Relaisstandorte. Im Anschluss erzählte Hermann, DL6BCX, sehr kurzweilig von seinen Erlebnissen als Unterstützer beim WRTC, der Amateurfunk Weltmeisterschaft 2018. Jens, DH6BB, hielt einen sehr detaillierten Vortrag zum bevorstehenden Start des Amateurfunksatelliten EsHail 2. Dieser Satellit wird auf einer geostationären Bahn umlaufen. In seinem Referat ging Jens ausführlich auf die Voraussetzungen für den Empfangs- und Sendebetrieb über diesen  Satelliten ein und machte Appetit auf eigene Empfangs- und Sendeversuche. In einem spannenden Vortrag erzählte Jan, PA3FXB, über das Radioteleskop in Dwingeloo, im Nordosten der Niederlande. Nach einer grundlegenden Restaurierung und einem Neuaufbau im Jahre 2012 wird das Teleskop von Astrononomen und Funkamateuren für verschiedene Projekte genutzt. Unter anderem werden EME-Funkverbindungen sehr erfolgreich darüber abgewickelt.

Auch für die Verpflegung war den Tag über gesorgt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Hermann, DK2BE, und seiner XYL und bei der XYL von Erich für die Brötchen, den Kaffee und den leckeren Kuchen. 

Den Abschluss des Fielddays bildete am Abend ein gemeinsames Grillen. Vom eigens für das Sommerfest beauftragten Partyservice wurden schmackhafte Köstlichkeiten zubereitet. Auch der Vorrat an Getränken, (sowohl bleifrei als auch mit leichtem Bleianteil) war mehr als ausreichend.

Das Fazit der Veranstaltung fällt denn auch sehr positiv aus. Es wurde für jede Interessenlage etwas geboten und vor allem wurde die Gemeinschaft  über OV- Grenzen und sogar über Ländergrenzen hinweg gepflegt. Eine Wiederholung dieser gelungenen Veranstaltung im nächsten Jahr wäre schon prima.

Hier ein Gastkommentar unseres Besuchers Bernd, DK1HI:

Herrliches Sommerwetter nicht nur, aber besonders in Ostfriesland. Der Fieldday des OV Leer, Z31 konnte kommen. Zumindest beim Aufbau zahlreichen Equipments gerieten die OMs nicht nur durch das Wetter ins Schwitzen. Die Montage mehrerer Antennen auf dem Fielddayplatz in Leer brauchte viele fleißige Hände. Lange, dicke Antennen-Kabel mussten fachgerecht und stolperfrei verlegt werden. Auch die Installation der zum Funkbetrieb nötigen Geräte brauchte seine Zeit. Nicht zu schweigen von den vielen Maßnahmen für das leibliche Wohl der Teilnehmer. -

Als am Samstag, dem 28. Juli die ersten Besucher ankamen, stand alles perfekt zur Verfügung. Sogar für die Bespaßung von jungen Besuchern war Vorsorge getragen worden. Gerade mit unserem Enkelkind Christian (8 Jahre) auf dem Festplatz angekommen, wurde der „junge Mann“ gleich von eindeutig pädagogisch geschulten OMs in Empfang genommen. Christian wurde eröffnet, dass er nun die Change habe, durch den Zusammenbau einer Morsetaste mit Tongenerator, die „Lizenz zum Löten“ zu erwerben. Christian, ohnehin stark technisch interessiert, ging sofort mit und hatte viel Spaß an der Löterei. Als er nach ca. 45 Minuten die Taste zum Leben erweckt hatte, war nicht nur seine Freude groß, auch die Funkfreunde vor Ort hatten Spaß daran, dass der „junge Mann“ es unfallfrei geschafft hatte. Als er mir später gestand, er habe sich einmal beim Löten etwas verbrannt, nahm er meine Erklärung an, „das gehöre bei den ersten Lötübungen und quasi als Prüfungsteil dazu. Später im Auto auf dem Heimweg in unsere Ferienwohnung wurde ununterbrochen „gemorst“. -

Mancher Klönschnack wurde gehalten, die neuesten Tendenzen im Amateurfunk und im Verband diskutiert. Ein kräftiger und plötzlicher, aber relativ kurzer Wolkenbruch vertrieb zwar alle aus dem Freien in die überdachten Räume, aber die gute Stimmung war ungebrochen.Gutes Essen und Trinken rundeten das Treffen perfekt ab, als sie zu späterer Stunde, alle zufrieden nach einer guten Veranstaltung eines sowieso in der Aktivität sehr breit und gut aufgestellten Ortsverbandes dem heimischen Shack zustrebten.

Bernd, DK1HI